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Der Schlüssel zum (erfolgreichen) Anbau von Alocasias

Plant-Circle-Gründerin Monika zeigt, wie sie Alocasias in ihrer Berliner Wohnung endlich zufriedener bekommen hat: mit einer sehr luftigen, hydro-inspirierten Mischung und durchdachtem Gießen in selbstbewässernden oder normalen Töpfen.

The key to (successfully) growing Alocasias

Alocasias können in selbstbewässernden Töpfen gut funktionieren, wenn Sie den Wassertank mit einer sehr luftigen, schnell abtrocknenden Mischung kombinieren. Plant-Circle-Gründerin Monika nutzt dafür ein hydro-inspiriertes Substrat mit viel Struktur, damit die Wurzeln feucht, aber nicht erstickt sind. In normalen Töpfen verwendet sie dieselbe Mischung und gibt – je nach Bedingungen in ihrer Berliner Wohnung – etwa einmal pro Woche etwas Wasser nach.

Der Schlüssel zum (erfolgreichen) Anbau von Alocasias

Nach vielen Jahren des Ausprobierens in einer Berliner Wohnung hat Plant-Circle-Gründerin Monika eine Methode gefunden, mit der ihre Alocasias deutlich besser zurechtkommen: ein sehr luftiges, hydro-inspiriertes Setup. In diesem Guide zeigt sie, was bei ihr funktioniert hat, damit Sie entscheiden können, was in Ihrem Zuhause sinnvoll ist.

In diesem Guide

Warum Ihre Wohnbedingungen so wichtig sind

Es gibt keine allgemeingültige Anleitung für Alocasias – nur viele Erfahrungen, die wir teilen können. Dieser Beitrag basiert auf Monikas Praxis in einer typischen Berliner Altbauwohnung. Wenn Ihr Klima ganz anders ist, verstehen Sie den Text bitte eher als Inspiration als als starre Regel.

In vielen Pflegeartikeln fehlt ein entscheidender Punkt: wo die Pflanzen eigentlich stehen. Licht, Dämmung, Heizung und Lüftung verändern stark, wie sich ein Gießplan auswirkt. Was in einem tropischen Garten perfekt ist, kann in einer trockenen, stark beheizten Wohnung schnell zu viel oder zu wenig sein.

In vielen Haushalten auf der Nordhalbkugel sorgt die Heizung im Winter für extrem trockene Luft. Bei Monika ist es etwas anders: Ihre Wohnung ist zwar isoliert und beheizt, aber durch viele Pflanzen und selteneres Lüften in den kalten Monaten entsteht ein kleines, relativ feuchtes Dschungel-Mikroklima.

Lesen Sie den Guide also immer mit Ihren eigenen Bedingungen im Hinterkopf. Wenn es bei Ihnen deutlich wärmer, trockener oder dunkler ist, lohnt es sich, die Grundidee zu übernehmen – aber Gießmenge und Topfwahl anzupassen.

Alocasia Pink Dragon im schlichten weißen Topf auf einem Regal

Warum hydro-inspirierte Setups Alocasias entgegenkommen

Monikas Alocasia-Geschichte begann vor vielen Jahren, aber lange Zeit wollten die Pflanzen einfach nicht so wachsen, wie sie es sich wünschte. Aus Frust hat sie dann genauer recherchiert, Erfahrungsberichte gelesen und mit Menschen gesprochen, bei denen Alocasias in der Wohnung wirklich gut liefen.

Immer wieder tauchte dasselbe Muster auf: Alocasias reagieren oft positiv, wenn ihre Wurzeln mehr Luft bekommen und nicht in dichter, dauerhaft nasser Erde stecken – also in einer Art hydro-inspirierter Umgebung.

Sie stieß vor allem auf zwei Beobachtungen:

  • In manchen Habitaten wachsen Alocasias mit Wurzeln, die sich über Steine ziehen und vor allem dann Wasser bekommen, wenn es regnet – danach trocknen sie wieder ab.
  • Viele Pflanzenfans berichten, dass Alocasias gerne "nasse Füße" haben, also gleichmäßig feuchte Wurzeln, aber keine staunasse, luftarme Erde.

Daraus ergab sich die Idee, ein Substrat zu verwenden, das Wasser gut durchlässt, viel Sauerstoff an die Wurzeln bringt und nicht so schwer und kompakt ist wie klassische Blumenerde.

Monikas bevorzugte Alocasia-Mischung

Statt Alocasias in einer torfbetonten Standarderde zu lassen, in der der Topfboden schnell sehr nass wird, hat Monika mit einer deutlich gröberen, offeneren Mischung experimentiert. Das Ziel: Wurzeln, die gut trinken können und danach wieder Luft bekommen – ohne im Dauersumpf zu stehen.

Die Mischung, mit der sie sich am wohlsten fühlt, basiert auf vier Bausteinen:

  • Bimsstein – für Struktur und Drainage
  • Holzkohle – um das Substrat länger frisch zu halten
  • Rinde – grobe Stücke, die viele Luftkammern um die Wurzeln schaffen
  • Humus – für etwas Wasser- und Nährstoffspeicherung

Zum Testen hat sie ein paar fast verlorene Alocasias vorsichtig aus dem leichten Anzuchtsubstrat (häufig sehr coco-faserlastig) befreit und in diese neue Mischung gesetzt. Innerhalb weniger Wochen zeigten sich frische Triebe und die Pflanzen wirkten nach und nach stabiler.

Wenn Sie sich das Selbermischen sparen möchten, können Sie auf unsere fertige, ähnlich aufgebaute Mischung zurückgreifen: eine sehr luftige Alocasia-Erde mit viel Struktur und Drainage – die Alocasia Potting Mix 5L.

Junge Alocasia Frydek in einem Topf mit luftiger Substratmischung

Alocasias im selbstbewässernden vs. normalen Topf

Eine der häufigsten Fragen, die Monika erreicht: Können Alocasias in selbstbewässernden Töpfen leben? In ihrer Berliner Wohnung lautet die Antwort ja – wenn der Wassertank mit einer sehr luftigen Mischung kombiniert wird.

So geht sie vor:

  • Selbstbewässernde Töpfe: Sie füllt den Tank und überlässt es der groben Mischung, so viel Wasser hochzuziehen, wie sie braucht. Die strukturreiche Erde hilft dabei, Staunässe zu vermeiden.
  • Normale Töpfe: Diese funktionieren ebenfalls, erfordern aber etwas mehr Aufmerksamkeit. Sie kontrolliert das Substrat und gibt etwa einmal pro Woche eine kleine Menge Wasser, angepasst an Saison und Lichtmenge.

Für ein ähnliches Setup eignen sich schlichte Übertöpfe in Kombination mit einem separaten Einsatz, der ein kleines Wasserreservoir versteckt. Monika nutzt zum Beispiel einen weichen, runden Elho-Übertopf zusammen mit einem passenden Einsatz, der die Selbstbewässerung übernimmt.

Ganz gleich, welchen Topf Sie wählen: Beobachten Sie Ihre Pflanze und passen Sie den Rhythmus an. Werden ältere Blätter gelb und das Substrat bleibt im unteren Bereich dauerhaft nass, ist oft zu viel Wasser im Spiel. Fühlt sich die Mischung dagegen fast immer trocken an und neue Blätter lassen lange auf sich warten, kann ein etwas vollerer Tank helfen.

Tonkugeln und hydro-ähnliche Varianten ausprobieren

Wenn Sie noch einen Schritt weiter gehen möchten, können Sie Alocasias auch in Semi-Hydro- oder Hydro-Setups auf Basis von Tonkugeln testen.

Monika mag es dabei besonders luftig. Wenn sie Blähton verwendet, mischt sie häufig rund 10 % Rinde hinzu, um zusätzliche Struktur zu schaffen und den Wurzeln mehr Raum zu geben.

Manche Pflanzenfans lassen den Ton dauerhaft mit einem kleinen Wasserstand im Kontakt, andere lassen das System stärker abtrocknen, bevor sie nachfüllen. Starten Sie lieber vorsichtig, beobachten Sie Ihre Pflanze und justieren Sie den Wasserstand, statt pauschal "mehr Wasser" zu geben.

Wenn Sie neugierig geworden sind, probieren Sie es zum Beispiel mit Tonkugeln 3L und testen Sie das Setup erst einmal mit einer Alocasia. So bekommen Sie ein Gefühl dafür, wie sich hydro-ähnliche Pflege in Ihrem Licht, Ihrer Luftfeuchtigkeit und Ihrer Temperatur verhält, bevor Sie alle Pflanzen umstellen.

Und falls der erste Versuch nicht perfekt läuft, nehmen Sie es sportlich: Alocasias zeigen schnell, wenn ihnen etwas nicht passt, und manchmal braucht es ein paar kleine Anpassungen, bis Pflanze und Wohnung gut zusammenfinden.

Common questions

Funktionieren Alocasias in selbstbewässernden Töpfen gut?

Ja, das kann funktionieren – entscheidend ist eine sehr luftige, schnell abtrocknende Mischung und ein Blick auf den tatsächlichen Feuchtegrad im unteren Topfbereich. Monika kultiviert mehrere Alocasias in selbstbewässernden Systemen, nutzt dafür aber ein grobes, hydro-inspiriertes Substrat statt dichter Erde. Sie hält den Tank gefüllt, achtet aber auf Anzeichen von Überwässerung wie vergilbende ältere Blätter und dauerhaft nasses Substrat und reduziert dann den Wasserstand.

Welche Erde verwendet Monika für ihre Alocasias?

Statt einer schweren, torfbetonten Erde nutzt Monika eine sehr offene Alocasia-Mischung aus Bimsstein, Holzkohle, Rinde und Humus. So bekommen die Wurzeln viel Luft und Struktur, während dennoch genug Feuchtigkeit gespeichert wird, um sie gleichmäßig feucht zu halten. Sie können eine ähnliche Mischung selbst herstellen oder auf eine fertige, luftige Alocasia-Erde mit demselben Grundprinzip zurückgreifen.

Kann ich Alocasia in Blähton oder Semi-Hydro kultivieren?

Ja, viele Pflanzenfans ziehen Alocasias in Blähton oder Semi-Hydro erfolgreich groß – allerdings braucht es meist etwas Feingefühl, damit es zu Ihrem Licht und Ihrer Luftfeuchtigkeit passt. Monika mischt zu den Tonkugeln gerne einen kleinen Anteil Rinde, damit das System besonders luftig bleibt. Beginnen Sie mit einer Pflanze, halten Sie den Wasserstand anfangs eher niedrig und passen Sie ihn dann anhand der Reaktion von Wurzeln und Blättern an.

Wie oft sollte ich eine Alocasia im normalen Topf in der Wohnung gießen?

Einen festen Gießplan gibt es nicht. Als Ausgangspunkt gießt Monika in ihrer Berliner Wohnung mit einer groben, hydro-inspirierten Mischung meist etwa einmal pro Woche eher sparsam. Zuvor prüft sie Topfoberfläche und mittlere Schicht: Fühlt sich das Substrat noch deutlich feucht an, wartet sie ein paar Tage. Ihr eigener Rhythmus kann je nach Topfgröße, Licht und Raumtemperatur abweichen – nutzen Sie daher Tastprobe und Blattbild als Orientierung.

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